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Datum
27.09.2022

Crowdfunding: So funktioniert die Schwarmfinanzierung

Der Begriff Crowdfunding (im Deutschen etwa Schwarmfinanzierung) bezeichnet eine Finanzierungsart, bei der eine Vielzahl von Menschen eine meist kleine Summe geben, bis das gewünschte Kapital zusammengekommen ist. Mit diesem Kapital lassen sich Projekte oder Geschäftsideen realisieren oder Produkte entwickeln. Vor allem künstlerische sowie kreative Projekte wie Filme oder Bücher werden gerne mithilfe von Crowdfunding finanziert.

Crowdfunding
(GettyImages/Boarding1Now)

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Crowdfunding geben eine Vielzahl von Personen einen kleinen, oder auf Wunsch auch einen größeren Betrag, damit ein bestimmtes Projekt finanziert werden kann. Als Gegenleistung erhalten sie keine Rendite, sondern das fertige Produkt und/oder andere nicht-finanzielle Dankeschöns wie etwa exklusive Einblicke in den Entstehungsprozess.
  • Wer mit Crowdfunding sein Projekt finanzieren will, muss Zeit, Arbeit und auch Kosten (u. a. für eine Präsentation) einkalkulieren.
  • Um beim Crowdfunding möglichst viele potenzielle Geldgeber zu erreichen, braucht man die entsprechende Plattform. Startnext und Indiegogo sind beliebte Plattformen für Deutsche, die eine Crowdfunding-Initiative starten wollen.
  • Das Crowdfunding ist vom Crowdinvesting zu unterscheiden. Bei Letzterem erwarten die Geldgeber Zinsen oder eine Renditechance.

Was ist Crowdfunding?

Wer eine Geschäftsidee, ein Buch, einen Film oder ein anderes Projekt realisieren will, benötigt Kapital. Eine Möglichkeit, dieses Kapital zusammenzubekommen, ist Crowdfunding. Auf einer Crowdfunding-Plattform stellen die Starter einer Crowdfunding-Initiative ihr Projekt vor und geben u.a. an, wie viel Kapital sie dafür benötigen. Interessierte können dann in Form einer Art Spende kleine Beträge zur Verfügung stellen, bis die gewünschte Summe erreicht ist. Bei der Höhe der Beträge gibt es kein Limit. Wer möchte kann also auch eine höhere Summe spenden.

Als Gegenleistung erhalten die Unterstützer nach Fertigstellung des Projekts ein nicht-finanzielles Dankeschön – zum Beispiel eine DVD des Films oder das fertige Buch mitsamt Signatur. Darüber hinaus bieten Crowdfunding-Starter ihre Unterstützung oft weitere Privilegien, wie exklusive Einblicke in den Entstehungsprozess oder exklusive Werbegeschenke.

Was Starter einer Crowdfunding-Initiative beachten sollten

Beim Crowdfunding müssen Sie andere Menschen von Ihrem Projekt bzw. Ihrer Idee überzeugen, damit diese dafür Geld zur Verfügung stellen. Wesentlich einfacher Unterstützer zu finden, haben es hier Starter, die schon eine gewisse Fangemeinde haben, wie zum Beispiel manche Autoren oder Filmemacher.

Wer dagegen erst auf der Crowdfunding-Plattform Interessierte von sich und seiner Idee überzeugen will, braucht eine aussagekräftige Präsentation. Hierbei entstehen meist auch Kosten, denn zu einer guten Präsentation gehören professionelle Bilder oder Videos. Nach einer erfolgreichen Projektfinanzierung verlangt die Plattform außerdem bis zu 10 Prozent Provision und versteuern muss man die erhaltene Summe ebenfalls.

In eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne muss außerdem Zeit und Arbeit investiert werden. Starter müssen Werbung für ihre Kampagne machen und ihre Unterstützer zwischendurch über die Fortschritte auf dem Laufenden halten. Nach erfolgreicher Realisierung muss man sich zudem um das Dankeschön kümmern. Zu beachten ist auch, dass man als Starter einer Crowdfunding-Initiative eine Deadline hat, die es einzuhalten gilt. Die Unterstützer erwarten nach der Finanzierung, dass das entsprechende Projekt bzw. Produkt auch, dass der Zeitrahmen eingehalten wird.

Starter, die bereits eine gewisse Anzahl von Unterstützern und Fans mitbringen, können ihr Projekt auch auf einer kleinen Crowdfunding-Plattform realisieren, die verhältnismäßig geringe Gebühren verlangt. Bitten Sie Ihre Fans, sich auf dieser Plattform anzumelden und Ihre Kampagne zu unterstützen.

Crowdfunding vs. Crowdinvesting

Das Crowdfunding ist nicht gleichzusetzen mit dem Crowdinvesting, obwohl beide Begriffe oft in einen Topf geworfen werden. Beim Crowdinvesting erhoffen sich die Unterstützer Zinsen oder eine Gewinnbeteiligung nach erfolgreicher Projektrealisierung. Beim Crowdfunding hingegen muss den Unterstützern von vornherein klar sein, dass sie keine Rendite zu erwarten haben. Das Crowdinvesting ist eine Art der Geldanlage, bei der immer das Risiko besteht, dass das gesamte Geld ohne Rendite weg ist. Das ist der Fall, wenn das Projekt scheitert oder der Projektinitiator pleitegeht. Bevor Sie beim Crowdinvesting größere Summen finanzieren, sollten Sie sich immer genau informieren, wem Sie Ihr Geld zur Verfügung stellen und was bei auftretenden Problemen, zum Beispiel, wenn die gewünschte Kapitalsumme nicht zusammenkommt, damit passiert.

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